Raus aus der Zwickmühle?

Die Frage “Trennen oder Mischen” spaltet seit jeher die Radler-Welt… Hieß es früher, mehr oder minder radikal, das Fahrrad gehöre auf die Fahrbahn – Radstreifen waren der Inbegriff planerischer Struktur –, so kommt seit einiger Zeit wieder der Wunsch nach Radwegen, baulich von der Fahrbahn getrennt, auf!

Wohl auch in Hinblick auf jene, die sich nicht so recht mit dem Fahrrad auf die Fahrbahnen trauen, es lieber bleiben lassen bzw. Gehsteige benutzen oder sich einfach fürchten, wenn es einmal sehr knapp hergeht durch Autofahrer, die immer noch nicht wissen wie breit ihr Fahrzeug ist!

Eine der unangenehmsten Stellen im (lückenhaften) Wiener Radverkehrsnetz ist wohl die Stelle mit dem Radstreifen bergab von der Mariahilfer Straße in Richtung Wienzeile.
6., Getreidemarkt in Richtung Mariahilfer Straße:

6.Getreidemarkt_2.jpgFoto Ho

Jetzt soll dieser “Todesstreifen” – wie er manchmal bezeichnet wird –, durch einen 2,20m breiten Einrichtungs-Radweg ersetzt werden, mit Anschluss an den bereits bestehenden Radweg (ab der Lehargasse).
Widerstand gegen das Projektes ist im Entstehen, geht es doch um den Wegfall eines Fahrstreifens von der Mariahilfer Straße weg, die automobile Welt droht einzustürzen, technokratisch gesprochen, könnte sich die eventuelle “Stauwurzel” – jetzt zwischen Gumpendorfer Straße und Linker Wienzeile – bis zur Mariahilfer Straße zurück verlagern…

Die Visualisierung des Projektes in Richtung Gumpendorfer Straße:

GetreidemarktVisualisierung.jpgAbb.: Zoo VP.AT, bearb.

Einige offene Fragen:
Zu Punkt 1
Bedingt durch etliche Universitätsinstitute könnte es zur missbräuchlichen Verwendung („Geisterfahrer“) des Einrichtungs-Radweges kommen… wäre hier nicht ein Zweirichtungs-Radweg besser?
Zu Punkt 2
In der Mittelzone – Querung der Fahrbahnen des Getreidemarktes geschieht mit zwei Verkehrsampeln – sollte keine, eher verwirrende, Zonierung des Rad-Fußverkehrs markiert werden.
ZuPunkt 3
Warum lässt man den “bergauf” führenden Radweg nicht bereits bei der Friedrichsstraße beginnen, sondern erst bei der Gauermanngasse?

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