Vom Kampf der Riesen-Ameisen…

Die unten stehende Karikatur stellt zwei Exponenten verschiedener Auffassungen, wie denn Radverkehr zu organisieren wäre, gegenüber…

 Für Amerika John Forester, als Vertreter des „vehicular biking“, des Radfahrens auf der Fahrbahn, und Mikael Colville-Andersen, Fahrrad-Promotor in Kopenhagen (copenhagenize.com), stellvertretend für eine Fahrradinfrastruktur mit deutlicher Trennung vom Autoverkehr:

copenhagenize-your-ass.jpg

Greenfield/Snyder

Der “Vehicular biking” Guru John Forester:
Ich bin der beste Fahrrad-Advokat, den die Welt je gesehen hat. Ich finanzier mich über meinen Vater, der das Buch „The African Queen“ schrieb…

Mikael Colville –Andersen:
Auf der Straße Radfahren“ („Effektives Radfahren“) ist bloß geistige Selbstbefriedigung.
Wenn ich mit dem Rad fahre, kleide ich mich je nach Anlass…

 John Forester:
Du denkst, du schaust cool aus in deinem 1000 Dollar Anzug?
Wenn du an einer Kreuzung (auf einer Radfahrerüberfahrt, Anm. Ho) von einem Rechtsabbieger abgeschossen wirst, dann wirst du nicht mehr so adrett aussehen…

Mikael Colville-Andersen:
Ich gratuliere den USA, ihr werdet es auch noch schaffen!
Lasst es mich wissen, wenn ihr einen 60%igen Radverkehrsanteil erreicht habt…

 John Forester:
Radwege sollen sicherer sein?
Du bist krank im Hirn, Radfahrer sind sicherer, wenn sie auf der Fahrbahn fahren…

Mikael Colville-Andersen
Helme, Warnwesten und Sicherheitsspiegel, sind nicht elegant, haben keine Klasse (wienerisch: „san net wirklich klass“, Anm. Ho).
Wenn du mir drohst, dann werde ich deinen Hintern „kopenhagenisieren“…

PS:
Man könnte meinen, es herrsche ein ziemliches Durcheinander, wie man in den städtischen Ballungsräumen mit dem Radverkehr umgeht: Dies verdeutlicht ein Blick nach Japan… in Tokio gibt es kaum Radwege, da wuseln die Japaner überall auf den Gehsteigen (?) herum; angeblich haben sie aber dort einen Radverkehrsanteil von 14%!?

Wenn da bei uns die Politiker draufkommen, würden sie doch glatt die Gehsteige für den Radverkehr freigeben und zwei Fliegen mit einem Schlag treffen:
>> Steigerung des Radverkehrs von jetzt 5% auf 10% – oder mehr (die für Wien kolportierten 7% stimmen nach wissenschaftlicher Einschätzung NICHT),
>> jede Diskussion um bessere Radwege, bzw. breitere Radstreifen wäre vom Tisch;
Stadt- und BezirkspolitikerInnen würden etliche „Steine vom Herzen fallen…“

Siehe auch den vorhergehenden Beitrag:
„The Gaman Spirit: Why Cycling Works in Tokyo“
https://youtu.be/7ckvRLHeNlg

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