„Dead in se Head?“

„Are you dead in the head?“ könnte man sich in der Tat fragen, wenn man sich die Situation auf einer Strecke des Gürtel-Radweges ansieht…

Dort ist – gleichsam als „Abfallprodukt“ der „Grünen Welle“ für den Autoverkehr eine„Rote Welle“ für den Radverkehr entstanden. Dazu ein Brief von Alle-Tage-Radlerin Mag. Eva Tinsobin, 2011-2014 für das Fahrrad-Ressort auf derStandard.at verantwortlich:

Gürtel-Radweg:
>> Die Strecke befindet sich im Haupt-Radwegenetz und man könnte davon ausgehen, dass man hier zügig weiterkommt…
>> Bereich am äußeren Gürtel zwischen Michelbeuern AKH bis inklusive Josefstädter Straße.
Ab dem Zeitpunkt, wo man von der Kreuz- bzw. Kutschkergasse aus bei Grün über die Gürtelkreuzung Michelbeuern auf den Gürtelradweg biegt, gibt es bis nach der Querung Ottakringer Straße (bis ev. auf die Querung Jörgerstraße) meistens DURCHGEHEND rote Ampeln.
>> Als flotte FußgängerIn ist man auf dieser doch nicht so kurzen Strecke gleich schnell unterwegs wie mit dem Rad!
Diese „rote Welle“ für RadfahrerInnen entsteht – vor allem durch die Phasentrennung, die die „armen“, gefährdeten RadfahrerInnen vor den „gefährlichen“ vom Gürtel aus links abbiegenden KFZ schützen soll.
>> Der schlimmste Ausbund an Sinnlosigkeit ist dabei die Querung Ottakringer Straße: Hier ist für am Gürtel fahrende KFZ das Linksabbiegen verboten. Dennoch schaltet die Fahrrad-Ampel gut eine halbe Minute früher als die KFZ-Ampel am Gürtel auf Rot.
Das heißt: Obwohl KEINE Kfz vom Gürtel links in die OttakringerStraße abbiegen, müssen RadfahrerInnen lange warten.

>> Diese jeder Logik entbehrende Ampelschaltung ist eine tägliche Geduldsprobe und bringt viele Alltags-RadfahrerInnen dazu, das Gesetz zu brechen: Bei eigenmächtiger Einschätzung der Verkehrslage, fahren sie bei Rot über die Kreuzung…
>> Dazu eine kleine Anekdote am Rand: Mein Lebensgefährte ist einmal bei Rot drüber geradelt. In dem Augenblick ist ein PKW verbotenerweise links in die Ottakringer Straße abgebogen. Die Polizei ist am Straßenrand gestanden. Mein Lebensgefährte hat eine nicht unbeträchtliche Summe bezahlt (er hat sich natürlich für sein Vergehen entschuldigt), für den gegen das Abbiegeverbot verstoßenden Autofahrer gab es dagegen keinerlei Konsequenzen.

PS:
Der Erklärungsbedarf dieses Briefes dürfte sich in Grenzen halten…

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