„Mit der Kirch’n ums Kreuz“

Wien 23., Levasseurgasse

Kirchenplatz

(Ausschnitt Stadtplan Wien)

Radverkehr ausklammern oder großräumig umleiten… oder dem Autoverkehr, die Stellplätze erhalten… oder am liebsten nicht belästigt werden mit den Ansprüchen, die eine vernünftige Radverkehrsplanung stellt, nämlich die Rücksichtnahme auf die Umwegempfindlichkeit von Radlerinnen und Radlern.

So ganz nebenbei:
>> die Verbindung durch die Levasseurgasse im Bereich des alten Atzgersdorf mit der Kirche der Hl. Katharina, ist im Radverkehrs-Hauptnetz der Stadt Wien:
https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/radwege/pdf/hauptnetz-gesamt.pdf

>> Darauf kann man anscheinend keine Rücksicht nehmen, wenn es um den Erhalt von Parkplätzen geht: An diesem Umstand sieht man wieder einmal, wie einem „geheimen“ Verkehrskonzept Rechnung getragen wird… daran ändert sich leider seit Jahren nichts.

>> Grotesk, dass die Bezirks-Grünen, dem vorliegenden Projekt – Umbau Levasseurgasse, Einbahn ohne Radverkehr – zugestimmt haben!?
Die Grünen helfen dabei mit, das Radwege-Grundnetz auszuhebeln, seltsam?
Jetzt soll das Grundnetz „angepasst werden“ – als Umweg-Variante!

>> Radverkehrskoordinator Ing. Blaha, MA 46, hat das vorliegende Projekt abgelehnt, u. a. mit dem Hinweis auf das Radwege-Grundnetz und den ohnehin zahlreichen Stellplätzen auf der nahen Breitenfurter Straße!!

>> Von Bezirksseite gibt man zu, dass „nicht wirklich“ über die Möglichkeit der Einrichtung einer „Begegnungszone“ nachgedacht wurde – was unter Umständen die Führung des Radverkehrs in beide Richtungen ermöglicht hätte!

>> Angeblich waren auch die Leute der Agenda-Gruppe dagegen, dass dort „Radfahren gegen die Einbahn“ zu organisieren wäre!?

Wer kann nur mit einer solchen Planung mitgehen, die das Gehsteig-Radfahren geradezu herausfordert!?
Weder von der „Mobilitäts-Agentur“ noch von anderen, die sich sonst wichtig machen, wenn es um den Radverkehr geht, vernimmt man Widerstand!
Erinnert sei auch daran, dass sich die rot-grüne Koalition die breite Förderung des Radverkehrs (bereits ab Herbst 2010) vorgenommen hat und das oben genannte Projekt dazu im Widerspruch steht.

23Levasseurgasse

23., Kirchenplatz/Levasseurgasse:

Für mich zeigt sich immer wieder, dass auch kleine Verkehrsmaßnahmen eine stadtplanerische Aufgabe sind und sich nicht in Straßenbau/Verkehrsorganisation der üblichen Art erschöpfen kann…

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2 Antworten to “„Mit der Kirch’n ums Kreuz“”

  1. Martin S. Says:

    Sehr geehrter Herr Doppel, Sie schreiben „Angeblich waren auch die Leute der Agenda-Gruppe dagegen, dass dort „Radfahren gegen die Einbahn” zu organisieren wäre“

    Wie kommen Sie dazu, in Ihrem Blog solche Lügen zu verbreiten ??

    mfg M.S.

    PS: Ihr Foto zeigt übrigens den bus in der Haltstelle, ist also vollkommen wertlos für eine Betrachtung !!

  2. Hauptplatz-Kurtl Says:

    Lieber Herr Martin S.!
    Was ist denn das für eine Agenda-Gruppe?
    Bestimmen da die Autofahrer, wo es lange geht?
    Oder gar die Bezirks-SPÖ?
    Und was ist das für ein knieweiches Agenda-Management, das solche Planungsfehler zulässt?
    Wo sind denn da die Grünen?
    Hat man von den Absonderlichkeiten die Verkehrsstadträtin informiert?
    Und wenn, warum nicht?
    Vassilakou ist schließlich die “Obfrau” der Agenda.

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