20 Jahre Jubiläum…

Ein „Radler-Auschließungsverfahren“ aus einer (Schienen)-Hauptstraße könnte man feiern!

AlserStraßeDe5.1994Ausschnitt aus dem “DRAHTESEL” Nr.5/1994

So lange ist es her, dass es, im Widerspruch zu vollmundigen Ansagen der Wiener Politik den Radverkehr fördern zu wollen, zu einer solchen von abgestellten und fahrenden Autos geprägten „Straßengestaltung“ kam…

Ist es ein Zufall, dass dies mit dem Beginn von Michael Häupl Bürgermeistertätigkeit zusammen fällt? Wohl kaum… das Interesse Häupls am Radverkehr hielt sich seit jeher in Grenzen, zum Unterschied seines Vorgängers Zilk.
Ebenso versäumte es der damalige Verkehrsstadtrat Swoboda, später EU-Abgeordneter, obwohl angedacht, mit klaren Entscheidungen die Sache Radverkehr entsprechend energisch voranzubringen!
Wie nach dem Umfaller den damals schon umstrittenen Ring-Radweg in die Nebenfahrbahnen zu verlegen, geschah auch hier der Kniefall vor den alles dominierenden Parkplätzen… Die Bürgerwünsche nach Berücksichtigung des Radverkehrs in der Alser Straße wurden einfach abgedreht… der damalige Planungsdirektor Klotz wimmelte ab mit dem Spruch „der Teufel steckt im Detail“!

Ergänzung zum Thema Alser Straße 1994:
>> Die Moderatoren der damaligen Diskussionsveranstaltungen waren jene, die auch das mit großem zeitlichen Aufwand verbundene „Bürgerbeteiligungsverfahren“ zum Verkehrskonzept Wien durchzogen.
>> Das “grünliche” Verkehrsingenierbüro lukriert noch immer eine Menge Großaufträge der Stadt Wien, aber auch kleinere Projekte, z. B. die Ring-Radweg Außen-Verbindung vom Schwarzenberplatz bis zur Bellaria (großteils auf Fußgeherflächen).
>> Fritz Edlinger, damals Bezirksvorsteher-Stellvertreter im 9. Bezirk. SP’ler, u.a. Generalsekretätr der österreichisch-arabischen Gesellschaft.
>> Der Ausdruck “Fleischbremse” für den vor den Autos herfahrenden Radverkehr prägte der damalige Leiter der Projektierung in der MA 28, Straßenbau DI “Mizzi” Prohaska, bekannt für seine deftigen Sprüche…

2014: Dass man heute glaubt, unter dem Aspekt des marginal gestiegenen Radverkehrs mit Piktogrammen auf der Fahrbahn die für RadfahrerInnen unangenehme Situation zu verbessern, wirkt geradezu grotesk!
Da würde ich von einer wirklich fortschrittlichen grünen Verkehrspolitik schon erwarten zumindest einmal generell die Diskussion um die verparkten Schienenstraßen anzugehen…!

Über die Ängste der schwächeren RadfahrerInnen:

SoOderSoFotomontage: Un-Art

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: