„Die Schrägpark-Pest…“

… hieß es in einem Artikel vor fast einem Viertel-Jahrhundert im „Drahtesel“, der Vereins-Zeitung der ARGUS…

Kritik wurde geübt im Hinblick auf die Errichtung von Schrägparkplätzen auf der so genannten „Radroute West“, einer ARGUS-Erfindung und eine Vorwegnahme der „Fahrradstraße“, wie sie seit einiger Zeit in der StVO (Straßenverkehrsordnung) zu finden ist, aber leider nur zögerlich umgesetzt wird.
Die damalige Kritik betraf auch die Fußgeherei, weil, wie bekannt, durch das Schrägparken das Queren der Fahrbahnen erschwert wird…
Dass sowohl für die Radler als auch für ausparkende Autofahrer das Schrägparken einen enormen Stressfaktor darstellt, ist, nach Jahren der Vollmotorisierung, wohl allgemein bekannt, wird aber mehr oder minder hingenommen und kann als eine Kapitulation vor dem Problem „Wohin mit den abzustellenden Autos?“ angesehen werden.

SchrägparkenDE5.90

Aus DE Nr. 5/1990; es betraf die Märzstraße, Wien 15. Bezirk.

2014 wird aber, in Ingoranz der Tatsache, dass man sich in einem Bezirk mit Parkraumbewirtschaftung befindet und noch dazu eine wichtige Buslinie durch 16., Koppstraße führt, weiter in Schrägparkplätzen gedacht…
Zwar gehen einige Parkplätze beim Umbau verloren, aber: Ein Sakrileg, wenn man die Umwandlung der Schrägparkplätze in Längsparkplätze verlangen würde…
Ziemlich unverständlich, dass sich die Vertretung der Busfahrer – jene FSG, die sich in der Mariahilfer Straße wehrt, den Bus 13A in einer Fußgeherzone zu führen – nicht gegen die Organisation der Schrägparkplätze ausspricht, da es ja vor allem beim Ausparken von Pkw zu Stresssituationen der Busfahrer kommen kann!?

Angesichts der „Innovation“ einer „asymmetrischen“ Spuraufteilung, die erste Fahrspur wird mit 4,50m überbreit, die linke Fahrspur bloß 3,00m, stellte anscheinend niemand die Sicherheitsfrage bezüglich des Radverkehrs: Werden die RadlerInnen zwischen den Schrägparkern und knapp überholenden Autofahrern – der Bus wird wohl hinten bleiben müssen – „zerrieben“?
Zynisch gesagt: Mit so einem Querschnitt wird eigentlich Radverkehr verhindert…

 16., Koppstraße
Zweispurige Hauptverbindung in den Westen Wiens mit Buslinie 48A.
Viel Geld wird „in die Hand genommen“, der Status quo bleibt, der Raum für die Fußgeher durch Leuchtensteher noch zusätzlich verengt…

Koppstraße Fotos Rene Bolz

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