Begegnungszone…?

So heißt ein Büchlein aus der Hand der Bezirksvorsteherin des 6. Wiener Bezirkes „Mariahilf“, Renate Kaufmann, SP-Wien…

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Hätte es nicht besser „Fußgängerzone“ heißen sollen, spöttelte wer anlässlich der Buchpräsentation in der Buchhandlung Thalia in der Mariahilfer Straße?
In der Tat agitiert Frau Kaufmann ja seit längerer Zeit für eine FUZO in der Mariahilfer Straße – am liebsten in der ganzen Länge – teilweise auch im Gegensatz zu ihren Partei-Kollegen, aber auch z. B. Thomas Blimlinger, dem grünen Bezirksvorsteher des 7. (Nachbar-) Bezirkes Neubau.

Kaufmann ist bekannt für ihr Engagement für Randgruppen, z. B. die Punks, denen sie auch in ihrem Büchlein ein Kapitel widmet.
Umso weniger versteht man, dass ihr Herz für eine andere Randgruppe, nämlich die der Radlerinnen und Radler (mit 5% Radverkehrsanteil) anscheinend nicht schlägt.

Durch ihr Beharren auf einer Fußgeherzone und dem Nachgeben der Grünen droht jetzt dem Radverkehr in der Mariahilfer Straße das AUS!
Vergessen hat Kaufmann anscheinend auch, dass sie vor wenigen Jahren einen Bezirksbeschluss für einen Radweg in der Mariahilfer Straße erwirkt hatte, dem damals die Mehrheit der Bezirksmandatare zustimmte!

Eine weitere „Randgruppe“ bat um das Erbarmen der „Bezirkskaiserin“: Vor zwei Monaten äußerste Kaufmann sich positiv zu den Wünschen einer Gruppe von Behinderten, die sich einen City-Bus in der Mariahilfer Straße wünschten (inzwischen haben die Wiener Linien ihr ungeliebtes Kind, den City-Bus 2A, überhaupt liquidiert)…

Also eine Frau mit Widersprüchen…?
>> Für eine FUZO, am besten bis zum Gürtel – aber das geht nicht, weil es Garagen Aus- und Einfahrten gibt…
>> Für einen Radweg, aber das geht nicht, wenn man für eine Fuzo ist…
>> Für einen City-Bus, aber das geht auch nicht, weil von der FSG (Gewerkschaft) verhindert wird, dass mit dem Bus durch eine Fußgeherzone gefahren wird…

Zurück zum Buchtitel:
In einer wirklichen „Begegnungszone“ sollte man sich begegnen können – und vieles mehr möglich sein, als in einer monofunktionalen „Fußgeherzone“, d.h. Fußgeher, Radfahrer, Bus, Liefertätigkeit… vielleicht auch abschnittsweise querende Autolenker – sollten versuchen miteinander auszukommen – so wie es Frau Kaufmann in Bezug auf die Punks aufzeigt!
ABER…

Das Buch ist erschienen im Verlag Echomedia
176 Seiten/ broschiert
14.90 Euro

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