Schildbürgerei…!?

Ein Besucher aus der Provinz sah sich gestern die Mariahilfer Straße an, und zwar den Teil mit der rot eingefärbten Busspur und dem „Radfahren gegen die Einbahn“, der gemeinhin als „Fußgängerzone“ bezeichnet wird.
Interessiert beobachtete er zwei Polizisten, die mit einer Kamera Radler ins Visier nahmen… Manche wurden aufgehalten und anscheinend belehrt, dass sie zu schnell gefahren wären!
Das forderte die Neugier des Gastes heraus, er fragte einen der beiden Polizisten, wie schnell die Radler denn fahren dürften, sollten, müssten…
Na eben, wie in einer Fußgeherzone, in „Schrittgeschwindigkeit“!
Und die wäre, meinte der Gast aus der Provinz, neugierig?
3 bis 5 km/h, war die Antwort…
Worauf der Gast zu dem Schluss kam, bei 3 km/h könnte man das Rad ja gleich schieben oder das Risiko in Kauf nehmen, bei zu langsamem Fahren umzufallen, was ja auch ein Verletzungsrisiko bedeuten würde..!?

Nachdenklich über solch ein seltsames Verständnis von Radfahrerverhalten, stieg der Gast aus der Provinz am anderen Tag in den Zug und für dorthin zurück, wo sich seit Jahren Straßenbahnen, Fahrräder und Fußgeher eine Fläche teilen – ohne viel Aufregung und TamTam.

Kuriosität am Rande: Wenn die Interpretation stimmt, dass der Bereich der dort verordneten FUZO bloß die beiden Gehsteige und die zwei ehemaligen Parkspuren umfasst, so ist eine Überwachung der ehemaligen Fahrbahnen auf Schrittgeschwindigkeit ein Unsinn und die Radler wären angeraten sich anzeigen zu lassen!

 Vor Ort exekutiert…

VorOrtExekutiert

Leserbrief aus dem „DRAHTESEL“, der Vereinszeitung der ARGUS, 1992, Nr. 3, S. 4

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