Kopenhagen 1937

Wozu Radwege, könnte man sich fragen, wenn man diesen Film aus dem Jahr 1937 – ein Jahr vor dem Einmarsch Hitlers in Österreich – ansieht? Die Jahre davor bemühte man sich in Deutschland bereits um eine Trennung der Verkehrsarten Autoverkehr – Radverkehr…

http://www.youtube.com/watch?v=p3vxevLuElM

Was gab es 1937 in der verkehrlichen Welt?
>> das Luftschiff Hindenburg zerschellte auf dem Flughafen Lakehurst in den USA, was auch ein Ende dieser „Riesen“ als Verkehrsmittel bedeutete.
>> In den USA wird die Golden Gate Brücke eröffnet.
>> Im nationalsozialistischen Deutschland ruft Polizeichef Himmler zum Kampf gegen die Verkehrsunfälle auf.
>> 75 Jahre Opelwerke wird gefeiert (1886 wurde mit dem Bau von Fahrrädern begonnen, 1899 das erste Auto produziert).
>> Autorennfahrer Carraciola wird Grand Prix Europameister.
>> In Berlin wird der erste Hubschrauber vorgestellt.

>> In Österreich gab es ein nicht komplett geschlossenes System von gekennzeichneten Fahrrädern (nach dem Einmarsch Hitlers 1938 abgeschafft!).
>> In Wien waren auf dem Gürtel – stadtinnenseitig – durchgehende Einrichtungs-Radwege von Heiligenstadt bis Simmering vorhanden.

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2 Antworten to “Kopenhagen 1937”

  1. Prof. Rainer Coufal Says:

    Naives Lob über Kopenhagen… ich kann es schon nicht mehr hören!
    Dazu eine kritische Stimme zur jetzigen Radverkehrssituation in Kopenhagen, die mich bestätigt:
    „Schon mal in Kopenhagen in der Rushhour unterwegs gewesen? 
Bevor das ganze (das ich absolut begrüße) hier noch hoch in den Himmel gelobt wird, sollte man sich mal mit der Realität des Radfahrens in Kopenhagen auseinandersetzen. Ich habe da lange gelebt und bin immer noch regelmässig da.
    Das viele Radfahren hat mehrere Ursachen:
    > schlechter ÖPNV zu überteuerten Preisen (Monatskarten für Studenten eigentlich inakzeptabel),
    > massive Kosten für Autos (+180% Steuer),
    > keine Parkplätze die dazu noch abartig teuer sind und
    > ein für europäische Hauptstädte recht schlecht ausgebautes Straßennetz.
    Dazu kommt, daß das Wohnen in CPH derart teuer ist, das sich viele Familien eigentlich „nur“ noch ein Fahrrad leisten können.
Kurz gesagt: die vielen Radfahrer sind auch aus der Not geboren. Viele von denen würden liebend gerne Auto fahren, sind also keine Idealisten die bei Wind und Wetter freudig ihre Runden drehen.
    
Nachdem das gesagt ist, sollte man sich auch bewußt machen, daß das Radfahren in Kopenhagen auch gefährlich sein kann.
    > Massenstarts an jeder Ampel, Raser, Ignoranten,
    > Buspassagiere die auf dem Weg zum Bürgersteig den Radweg kreuzen müssen bzw. schon auf ihm stehen wenn sie nur den Bus verlassen,
    > rechtsabbiegende LKWs/Autos an denen Geradeausfahrer rechts (darüber mal nachdenken) passieren müssen.
    In der Zeitung wird regelmässig über solche Unfälle mit Todesfolge berichtet. Gefühlt sind mir noch nie so viele lädierte Radfahrer in der Notaufnahme eines Krankenhauses begegnet wie in Kopenhagen (und auch überfahrene Fußgänger). 
Also Vorsicht!“
    Unter dem Kürzel „hugok“ am 20. 8. 2012 in „Die Zeit“ erschienen.
    Quelle:
    http://www.zeit.de/auto/2012-08/fahrrad-schnellweg-kopenhagen

  2. Doug Culnane Says:

    Nice film but cylce rates dropped as soon as people could afford a car, just like the rest of Europe.

    They did not increase until they started building cycle paths along main roads and restrickting motor traffic in the center.

    http://crowize-vienna.blogspot.co.at/

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