Da kann was nicht stimmen..

Im österreichischen Rundfunk Ö1 konnte man am Sonntag den 14. Juli 2013 im Morgenjournal um 8 Uhr hören:
„Rad fahren statt Auto fahren, dieser Boom hält in Österreich an“… Eine Umfrage des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) unter 2000 Radfahrern hat ergeben: Jeder zweite Befragte steigt aufs Fahrrad um, jeder vierte Befragte fühlt sich aber nicht sicher…

So weit so gut; wenn man sich aber die aktuellen Zahlen der Wiener „amtlichen“ Zählstellen ansieht, kann man leider einen gegenläufigen Trend der Fahrradnutzung feststellen:
So gab es an Werktagen (Mo-Fr) im Monat Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahr nur Rückgänge:
Wienzeile                    minus 7.5%
Lasallestraße             minus 13,7%
Donaukanal               minus 19,3%
Liesingbach               minus 10,5%
Langobardenstraße   minus 7,5%
Argentinierstraße      minus 7,0%
Margaritensteg          minus 9,7%

Wenn man das 2. Quartal, also die Monate April/Mai/Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahr betrachtet, ergibt sich bloß eine Steigerung des Radverkehrs an Sonn- und Feiertagen:
An Werktagen (Mo-Fr)       minus 1,1%
An Samstagen                   minus 0,3%
An Sonn- und Feiertagen   plus 9,5%

Quelle: http://www.nast.at/verkehrsdaten/radverkehrszaehlungen

Was soll also diese Berichterstattung über einen „anhaltenden Boom“? Ist das Wunschdenken oder Realität? Oder ist Wien – wie schon so oft – „anders“?
Es könnte sich aber auch der Verdacht einstellen, dass mit solchen Meldungen nur die Chance der Füllung einer gewissen Sommerloch-Situation ausgenützt werden soll…

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