21 Minuten durchs Gewühl…

mit einer Helmkamera durch Manhattan – ein Erlebnis, gleich einer Grottenbahnfahrt, nicht nur wegen der teilweise grün gefärbten „Radwege“, die eigentlich Radstreifen auf der Fahrbahn sind, noch dazu meistens in Fahrtrichtung links positioniert, sondern auch wegen etlicher gewagter Fahrmanöver des Fahrers etc.!

Vom „Start“ weg: Grüner Radstreifen, (noch) rechts liegend in Fahrtrichtung, geht in gekennzeichnete Fahrlinie („Sharrows“) über…
Später dann fast nur links liegende Radstreifen (ungewohnt für uns!)…
Vorerst mit Parkern auf der linken Seite – Radstreifen ohne entsprechendem Sicherheitsabstand sowohl zum ruhenden als auch fahrenden Verkehr (nicht ungewohnt für uns)!
Durchs „grüne“ New York: Rechts fahren die Autos relativ schnell vorbei! Radstreifen werden im Kreuzungsbereich ziemlich brutal verstellt…
Dann: Radstreifen grün gefärbt, im Einrichtungsverkehr, vom Verkehr durch Parkplätze getrennt, die im Kreuzungsbereich in eine „Mischspur“ übergehen; der von rechts kommende, nach links abbiegende, Autoverkehr hat „Haifischzähne“ = Nachrang! Dieses System wird ziemlich durchgehalten…
Liefertätigkeit über den Radstreifen, manchmal benutzen auch Fußgeher die Radstreifen…
Riesig dimensionierte Citibike-Stationen trennen Radstreifen vom Autoverkehr…
Teilweise abenteuerliche Lösungen mit „Sharrows“ = gekennzeichnete Fahrlinie des Radverkehrs zwischen Taxispur und Autospur, bzw. FR Symbole in Autospur einfach „hineinmarkiert“…
Nebenstraße: Angenehmeres Radfahren als dort, wo es – auf den Hauptstraßen – „organisiert“ ist – ich werde diesen Eindruck nicht los und muss an John Forester, den Propagandisten des „Vehicular-biking“ denken, der gegen jede Art von „Straßenbemalung“ auftritt, übrigens auch skeptisch den so genannten „Sharrows“ gegenüber ist!

Insgesamt: Wenig Radfahrer (Rad-Geisterfahrer gibt es auch…)
Ein „Look Symbol“ ist zu sehen, Rest (?) der großen Werbekampagne (siehe Beitrag New York) für mehr Sicherheit für Fußgeher und Radfahrer!
2 Arten von Fußgeherübergängen: Zebrastreifen und „Leitersystem“.
Verblasste Bodenmarkierungen, wie z. B. Fußgeherübergänge.
Viel Gehupe…

Allgemein:
New York ist – frei nach Colville-Andersen (Von Planern, die auf Computer starren…) – eine hoffnungslos „altmodische“ Stadt, total auf den Autoverkehr ausgerichtet! 3-spurige Einbahnstraßen, die viel zu schnell befahren werden, nutzen auch dem Radverkehr dann wenig, wenn gegenläufig Einbahnen in Gegenrichtung vorhanden sind.
Eine „Entschleunigung“ würde wahrscheinlich nur ein Auflassen des überdimensionierten Einbahnsystems bringen…
Ob das „Citibike-Projekt“ die Wende bedeutet?
H. D.

Das Video:

Hochgeladen von Richard Mintz
16. Juni 2013

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Eine Antwort to “21 Minuten durchs Gewühl…”

  1. Barbara Neuroth Says:

    Ich habe erst vor wenigen Tagen einen kleine Runde (halb Manhatten) mit dem Rad absolviert, an der Westseite sehr großzügig, der Radweg an der Ostseite ist leider unterbrochen, kein Hinweis wie’s weitergeht. Vergleichend mit Wien wenig Fahrräder unterwegs, fast nur Männer mit Helm und schweren Ketten zum Absichern ihrer Räder. Die Autos habe ich in den Nebenstraßen als sehr rücksichtsvoll empfunden, nur auf Hauptstraßen schnelles Tempo. mit den getrennten Radwegen durch Schwellen hat sich die Stadt zumindest hohe Umbaukosten gespart, auf der linken Seite sind sie für die Autofahrer sinnvoller, weil sie die Radler besser sehen beim Abbiegen. Ich würde nicht nur sofort nach NY ziehen, ich würde mir auch sofort ein Rad zulegen!

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