Velo-City 1989 in Kopenhagen…

24 Jahre, fast ein Viertel Jahrhundert ist das her!
>> 1989 meinte der damalige Wiener Radverkehrskoordinator DI Ernst Glaser „Die sind uns um 20 Jahre voraus“, als man auf dem Fahrrad die Situation in Kopenhagen erkundete.
Ist der Abstand seither geringer geworden?
Im untenstehenden Artikel aus dem Jahr 1989 war die Rede von 2 bis 3 m breiten „Radwegen“ auf beiden Straßenseiten, die in einer Richtung befahren werden…
2013: So etwas fehlt nach wie vor in Wien, davon kann man nur träumen!

>> 1989: Radwege, „die nicht auf Gehsteige gemalt sind“ und „die nicht hinter Sicht behindernd abgestellten Autos verlaufen“, konnte man studieren…
2013: Ring-Radwege, z. B. werden nach wie vor, wie schon vor einem Vierteljahrhundert, auf Fußgeherflächen gemalt (trotz grünem Verkehrsressort!)!

>> 1989: Ein komplett anderes System war in Malmö zu sehen: Zweirichtungs-Radwege in Kombination mit äußerst defensiven Autofahrern, jedes Auto war damals schon mit „Tagfahrlicht“ unterwegs!
2013: Zweirichtungs-Radwege, hierorts oft heftigst kritisiert, werden in Wien noch immer weiter gebaut… allerdings nicht mit der großzügigen Konsequenz der Schweden, bei denen dieses Modell kaum zu unfallträchtigen Situationen führt…

So haben wir halt in Wien ein verwirrendes, uneinheitliches „System“ von engen Einrichtungs-Radwegen, nicht immer gut einsehbaren Zweirichtungs-Radwegen, zu schmalen Radstreifen und einem Radverkehrsanteil, der zwar höher als damals, aber noch immer lächerlich gering ist im Vergleich zu Kopenhagen!
Kongress-TeilnehmerInnen gab es damals schon an die 400, aus Österreich waren 14 Leute angereist, darunter 4 von ARGUS.
Die Reisefreudigsten waren Italiener mit 30 und Großbritannien mit 50…
Etwas Ironisch könnte man sagen aus den Ländern, wo der geringste Radverkehrsanteil Europas herrscht; na, ganz stimmt das nicht, wenn man etliche kleine und mittlere Städte Italiens hernimmt…

Eine „Wirkungs-Geschichte“, der alle zwei Jahre statt findenden Velo-City-Kongresse, müsste noch erst geschrieben werden…

VeloCity1989

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Eine Antwort to “Velo-City 1989 in Kopenhagen…”

  1. Prof. Rainer Coufal Says:

    Für alle Kongress-Tourismus-„Geilen“: VeloCity findet inzwischen alle Jahre statt!! Ob aus den Erkenntnissen, die dort vorgetragen wurden, jemals Konsequenzen in planerischer Hinsicht gezogen werden, ist ungewiss!
    Z. B.: Kay Teschkes (Kanada) Kritik an den herkömmlichen „Straßenbemalungen“ – auch an den minimalistischen „Sharrows“, Kennzeichnen der Bewegungslinie eines Radfahrers – und ihr Eintreten für baulich von den Fahrbahnen separierte Radwege!
    Teschke verweist auf die nordeuropäischen Länder, wie Holland und Dänemark, wo baulich getrennte Radwege nach wie vor der Standard der Radinfrastruktur sind.
    Kümmert das eigentlich irgendeinen ortsansässigen „Radlobbyisten“, bzw. warum gibt es darüber keine offene Diskussion?
    http://www.ecf.com/news/want-safer-cycling-think-infrastructure/

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