So oder so?

Bereits vor Jahren thematisierte ARGUS die Möglichkeit anhand von Beispielen aus England angesichts  geringer Fahrbahnbreiten „bloß“ eine Fahrlinie für den Radverkehr zu markieren (DE Nr. 4, 1995).
Jetzt gibt es einen ersten diesbezüglichen Versuch in Reutte/ Tirol, wo das ausprobiert werden soll in einem Straßenabschnitt mit relativ hohem Verkehrsaufkommen.
Ein Anglizismus muss herhalten: „Sharrows“, zusammengesetzt aus „share“= teilen und „arrows“= Pfeile, heißen die Dinger, „Fahrlinie markieren“ tut es wohl auch.
„… Mit den Sharrows besteht allerdings die Gefahr, dass die Bemühungen um (ausreichend dimensionierte) Radwege und Rad-/Mehrzweckstreifen sinken und bereits bei geringem Widerstand die Radstreifen durch Sharrows ersetzt werden“, meint der ausführende Verkehrsingenieur DI Helmut Köll und warnt zur Vorsicht.
Das Projekt wird also mit ARGUS-Augen zu beobachten sein, ob sich gewisse Begehrlichkeiten entwickeln den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, und statt entsprechend breiten Radstreifen nur mehr „Fahrlinien“ zu markieren.

DSC_0120 mitPfeil

Die Fotomontage zeigt die Fahrlinie für den Radverkehr in Abstand zu möglichen, aufgehenden Autotüren, etwa im Bereich um 1,50 m.
D. h. für Wien, dass alle bisher mit 1,50 m neben den Parkern markierten Radstreifen zwischen der linken Leitlinie mit Fahrradsymbolen zu versehen wären… Welches Verkehrsverhalten sich aus dem ergibt, wäre sicher interessant zu beobachten, wobei sich wohl die zentrale Frage stellt, ob sich Radler nach rechts abdrängen lassen, wenn ein Auto auffährt, das nicht gleich überholen kann!

DSC_0120 Kopie

Hier die herkömmliche Markierung von Radstreifen mit dem Mindestmaß von 1,50 m, bei 2,00 m Parkspur.
Die Gefahr des so genannten „Kottan-Unfalles“ ist bei 1,00 m aufschlagenden Autotüren durchaus gegeben:
 Dies ist vielen Fachleuten und aktiven Radlern bekannt, bloß verantwortliche Politiker ignorieren diese einfache Tatsache.

Foto Kurt Enenkel
Fotomontage E. D.

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